Eine der größten Zink‑Nickel‑Anlagen Europas.







Übergabe nach 17 Monaten an die Heiche-Group
In den vergangenen Monaten hat das Team von DECKER Anlagenbau ein außergewöhnliches Projekt realisiert: Nach nur 17 Monaten Bau‑ und Montagezeit übergaben die Sonderanlagenbauer aus Berching der Heiche Group an deren polnischen Standort Stanowice eine der größten Zink‑Nickel‑Anlagen Europas.
Die galvanische Produktionslinie, die primär für hochwertigen Korrosionsschutz ausgelegt ist – darunter Zink‑ und Zink‑Nickel‑Schichten samt nachfolgender Passivierungen – erstreckt sich über beeindruckende 80 x 18 Meter. Bei einem Medienvolumen von rund 400 m³, davon 220 m³ Wirkbad, war früh klar: Diese Dimension erfordert eine innovative Lösung, um den Footprint effizient zu gestalten und wertvolle Hallenfläche einzusparen.
Eine zusätzliche Peripherieebene für maximale Flächeneffizienz
Gemeinsam mit den Konstrukteuren entwickelte das Team von DECKER Anlagenbau eine zusätzliche Peripherieebene, die es ermöglicht, die Anlagengeometrie trotz hoher Medienmengen platzsparend umzusetzen. Diese Sonderkonstruktion zeigt exemplarisch, wie DECKER kundenspezifische Anforderungen mit Ingenieursgeist zu praxisnahen, hochfunktionalen Lösungen verbindet.
Tiefe Wertschöpfung – Made in Berching
In der 2024 erweiterten Fertigung in Berching entstanden für dieses Projekt unter anderem
- 13 Transportwagen,
- 80 Stationen und
- 80 Speicherplätze,
allesamt vollständig im eigenen Haus gefertigt.
Wirtschaftlichkeit und Terminplan stellten hohe Anforderungen an die Fertigungstiefe und die organisatorischen Abläufe. Gleichzeitig demonstriert das Projekt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit des Standorts. Auch die Logistik war anspruchsvoll: Über 100 Lkw‑Ladungen machten sich auf den Weg nach Polen. Solche Aufgaben gehören jedoch längst zum Alltag des Unternehmens, das weltweit montiert – aktuell beispielsweise auch in den USA.
Individuelle Lösungen für besondere räumliche Bedingungen
Ein Teil der Herausforderung lag wie so oft in den örtlichen Gegebenheiten beim Kunden. Um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen, stattete DECKER die Be‑ und Entladung mit Teleskopeinheiten aus. Diese Konstruktion hält den Verladeraum frei, solange er nicht genutzt wird – ein wesentlicher Vorteil für den täglichen Materialfluss.